Die Verwendung des Betriebssystems OS/2 in der Gegenwart

Gepostet am 3. Dez 2012

Die Verwendung des Betriebssystems OS/2 in der Gegenwart

Mit Viren, Trojanern und Würmern haben OS/2 und die eComStation keine Probleme. So wie es aussieht, wird das auch in Zukunft so bleiben. Das multitaskingfähige Betriebsnachfolger-System für den PC folgte auf das allseits bekannte DOS. Microsoft und IBM machten sich gemeinsam an die Entwicklung des Systems, 1991 kündigte Microsoft die Kooperation und IBM bastelte allein weiter am Programm. 2005 war es jedoch soweit und der Todesstoß für das OS/2 wurde ausgeführt. Vertrieb und Basisentwicklung wurden von IBM eingestellt. Doch unter neuem Namen erstand es wieder von den Toten: Mit dem Label eComStation wird das Betriebssystem von Dritten weiterentwickelt.

Weiterhin Anwendung im Haus- und Sicherheitstechnik
Da die Software kaum mehr aktualisiert wird, ist das Computerprogramm aus den privaten Haushalten so gut wie verschwunden. Auch Banken, Fluglinien und Versicherungsgesellschaften, die einst auf das OS/2 setzten, stellten inzwischen großteils auf andere Programme um. Angewendet wird das Programm noch in den Bereichen Haus- und Sicherheitstechnik, sowie in der Fertigungsindustrie.

Netlabs.org entwickelt eComStation weiter
Aktuell kümmert sich die Open-Source-Community netlabs.org um die Weiterentwicklung des Nachfolger-Programms eComStation. Dank dem neu entwickelten Projekt Odin können nun diverse Windowsprogramme auf OS/2 und eComStation verwendet werden. Außerdem wurde der Zugriff vereinfacht: Viele Pakete, die im Betriebssystem OS/2 erst mühsam zusammengeklaubt werden mussten, sind nun bereits in die eComStation integriert. Als Bonus kommt noch der Zugriff auf dem IBM-Treiber, der ansonsten im Rahmen eines Support-Vertrages extra bezahlt werden musste.

Programme und Treiber für die aktuellen Versionen 2.1
Die aktuellen Versionen 2.1 der eComStation bietet eine Reihe von Programmen und Treiber, unter anderem den neuen Boot-Manager AiR-BOOT, Treiber für Netzwerkkarten, Treiber für WLAN-Karten, FAT32-Unterstützung oder den neuen BOOTDLY-Treiber, durch den SCSI-Controller und Festplatten Zeit zum Initialisieren haben. Auch die verfügbare Software wird ständig erweitert. Nun denn, allerdings haben auch Programmierer und Entwickler das Recht auf Urlaub und dürfen sich nun während der Winterferien die Skipisten hinabstürzen oder eine Glühwein gönnen. Vielleicht ergibt sich ja beim clever Schlemmen auf dem Weihnachtsmarkt das ein oder andere Gespräch zwischen Nostalgikern und den Liebhabern des guten alten OS/2.